Mehr als Medaillen: Wie der Sport Hamburgs Wirtschaft antreibt

Eine neue HWWI-Studie zeigt die ökonomische Kraft des Sports – und warum die Debatte um eine Olympiabewerbung neue Relevanz bekommt

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„Zwischen Dauerkrise und Aufbruch: Perspektiven für die deutsche Wirtschaft“

Mehr als 200 Gäste auf der AGA-Jahrestagung in der Patriotischen Gesellschaft über die aktuelle Wirtschaftslage. DIHK-Hauptgeschäftsführerin Dr. Helena Melnikov forderte angesichts tiefer struktureller Probleme offene Märkte, neue Handelsabkommen sowie Entlastungen bei Energiepreisen, Bürokratie und Genehmigungen. AGA-Präsident Dr. Hans Fabian Kruse mahnte insbesondere die zügige vorläufige Inkraftsetzung des Mercosur-Abkommens an und betonte dessen Bedeutung für wirtschaftliche und strategische Sicherheit Europas. Unterstützt wurde die Tagung von der Allianz Lebensversicherungs AG und der PHÖNIX Vorsorgemanagement AG. JNW


10 Jahre tesa-Headquarter in Norderstedt: Innovationshub mit internationaler Strahlkraft

tesa feiert das zehnjährige Bestehen seines Headquarters in Norderstedt. Seit der Eröffnung im Januar 2016 arbeiten dort über 1.500 Mitarbeitende aus 57 Nationen. Mit einer Investition von rund 160 Millionen Euro zählt der Standort zu den größten Einzelinvestitionen in der Unternehmensgeschichte. Auf 86.000 Quadratmetern vereint der Campus Headquarter, Forschungs- und Technologiezentrum und fördert so interdisziplinäre Zusammenarbeit und schnelle Innovationszyklen. Nachhaltigkeit spielt dabei eine zentrale Rolle – unter anderem durch den Einsatz von Wärmepumpe und Photovoltaikanlage. Der Standort hat sich als internationaler Innovationshub und attraktiver Arbeitgeber in der Metropolregion Hamburg etabliert.


Becken: Freihandelsabkommen mit Indien eröffnet Wachstumschancen für Hamburger Unternehmen

Die Europäische Union und Indien haben sich auf ein neues Freihandelsabkommen geeinigt. In Neu-Delhi besiegelten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Indiens Premierminister Narendra Modi die Vereinbarung. Mit dem Abkommen entsteht ein gemeinsamer Markt mit fast zwei Milliarden Menschen. Davon profitiert insbesondere die deutsche Exportwirtschaft, deren Ausfuhren nach Indien seit 2019 um rund 40 Prozent gestiegen sind. Nach Einschätzung des wirtschaftspolitischen Sprechers der CDU-Fraktion, Prof. Dr. Becken, eröffnet das Abkommen neue Wachstumschancen für Unternehmen – auch für zahlreiche Hamburger Betriebe, etwa im Maschinenbau, in der Elektronik und bei IT-Dienstleistungen – und stärkt zugleich Europas wirtschaftliche Resilienz und strategische Unabhängigkeit. JM


Bund fördert dänischen Wasserstoff – Kritik aus Schleswig-Holstein

Der Landesverband Erneuerbare Energien Schleswig-Holstein (LEE SH) begrüßt die Pläne der Bundesregierung zum beschleunigten Markthochlauf von grünem Wasserstoff, warnt jedoch vor Wettbewerbsverzerrungen. Anlass ist die Ankündigung des Bundes, Wasserstoffimporte aus Dänemark mit bis zu 1,3 Milliarden Euro zu fördern.

Problematisch sei, dass heimische Produzenten bislang keinen Zugang zu vergleichbaren Förderinstrumenten hätten, betont LEE-SH-Geschäftsführer Marcus Hrach. Subventionierter Import-Wasserstoff könne deutsche Anbieter ins Hintertreffen bringen. Bereits jetzt würden potenzielle Ankerkunden langfristige Abnahmeverträge mit inländischen Produzenten aufschieben – in Erwartung günstigerer Importe.

Hrach spricht sich für eine ausgewogene Förderpolitik aus: Grenzüberschreitende Infrastruktur sei wichtig, gleichzeitig müssten aber auch gezielt Anreize für den Aufbau der Wasserstoffproduktion in Deutschland und insbesondere in Schleswig-Holstein gesetzt werden. JM/NW


Neuer Geschäftsführer beim Wohnungsunternehmen ROBERT VOGEL

Dr. Peter Schad übernimmt die Position des Geschäftsführers beim Hamburger Immobilienunternehmen ROBERT VOGEL. Er folgt auf Iris Hahn, die das Unternehmen zum Jahresende 2025 verlassen hat. Gemeinsam mit John Patrick Leyba, der ROBERT VOGEL bereits seit 2021 in fünfter Generation leitet, wird Dr. Schad künftig die Geschicke des Unternehmens führen. Weiter


Vorsicht bei Renten-Anträgen im Netz: Deutsche Rentenversicherung Nord warnt vor Abzocke 
Es scheint so einfach: Eine schnelle Suche im Internet und schon ist ein Dienstleister gefunden. Wer im Netz nach "Rentenauskunft", "Mütterrente beantragen" oder "Versicherungsnummernachweis" sucht, landet oft bei privaten Dienstleistern. Sie reichen Anträge weiter - und stellen dafür eine Rechnung. Viele Versicherte wissen nicht, dass sie denselben Antrag direkt bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) ohne Gebühren stellen können.  "Tappen Sie nicht in diese Kostenfalle. Das spart Geld, Zeit und vermeidet Ärger", sagt Sebastian Bollig von der DRV Nord aus Lübeck. "Unsere Online-Services sind leicht zu finden, selbsterklärend und gebührenfrei." Auf der Webseite der Deutschen Rentenversicherung können Versicherte sowie Rentnerinnen und Rentner zahlreiche Anliegen direkt erledigen, ohne Umweg und ohne Kosten. Dazu zählen unter anderem:

Antrag auf Kindererziehungszeiten (V0800) - das ist die sogenannte Mütterrente, Rentenauskunft, 

Renteninformation, Versicherungsnummernachweis,

Rentenbezugsmitteilung. Die Angebote stehen unter www.deutsche-rentenversicherung.de/online-dienste bereit.


Itzehoer Versicherungen erzielen Rekordgewinn

Die Itzehoer Versicherungen haben 2025 das beste Ergebnis ihrer Unternehmensgeschichte erzielt. Der Jahresüberschuss stieg gegenüber dem Vorjahr von 10 auf 21 Millionen Euro. „Ein Rekordergebnis“, sagte Vorstandsvorsitzender Uwe Ludka. Auch die Beitragseinnahmen legten kräftig zu: Die gebuchten Bruttobeiträge wuchsen um elf Prozent auf rund 944 Millionen Euro. Damit rückt die Milliardenmarke in greifbare Nähe – und das trotz eines insgesamt verhaltenen wirtschaftlichen Umfelds. Wichtigster Wachstumstreiber bleibt das Kfz-Geschäft. Die Zahl der versicherten Risiken stieg um zwei Prozent auf 1,54 Millionen und damit deutlich stärker als im Markt. Positiv entwickelte sich auch die Rechtsschutzversicherung: Die Zahl der Verträge erhöhte sich auf rund 390.000, das Beitragsaufkommen auf 83,3 Millionen Euro. Im Kapitalanlagegeschäft profitierte die Itzehoer von einer vergleichsweise hohen Aktienquote von zwölf Prozent. Zudem wuchs die Belegschaft um knapp sechs Prozent auf 911 Mitarbeitende. Für 2026 rechnet der Vorstand mit stabilen Erträgen und weiter steigenden Beiträgen, wobei der Schwerpunkt erneut im Kfz-Bereich liegen soll.


Hamburg Innovation Summit 2026: Termin steht fest

Der Hamburg Innovation Summit (HHIS) findet am 18. Juni 2026 erneut im Oberhafenquartier statt. Das Event bringt wieder Vordenkerinnen, Startups, Unternehmen sowie Vertreterinnen aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft zusammen. Auf über 1.800 Quadratmetern Expo-Fläche und mindestens fünf Bühnen stehen praxisnahe Innovationen und Zukunftsthemen wie Künstliche Intelligenz,

Handwerk 4.0, Advanced Materials, Social & Impact Innovation, Novel Food, Mobilität, Klima & Energie, Gesundheit sowie Talent & Bildung im Mittelpunkt.

Als offene Plattform will der HHIS den Austausch fördern, Kooperationen ermöglichen und neue Lösungen für regionale und globale Herausforderungen anstoßen. Der Eintritt ist kostenfrei, eine Anmeldung über die Event-Website ist erforderlich. Der Start der Registrierung wird zeitnah bekannt gegeben. www.hamburg-innovation-summit.de


 15. HANSE GLOBE – Hamburg sucht die besten Ideen für nachhaltige Logistik

Der Startschuss für den 15. HANSE GLOBE fiel bereits im vergangenen Jahr – jetzt läuft die letzte Bewerbungsphase: Noch bis zum 28. Februar 2026 können Unternehmen, Institutionen und öffentliche Einrichtungen ihre Projekte für Hamburgs internationalen Preis für nachhaltige Logistik einreichen. Gesucht werden innovative Ansätze, die ökologische oder soziale Nachhaltigkeit in der Logistik stärken. Die Preisverleihung findet am 21. April 2026 beim Logistik Dinner des Hamburger Senats im Rathaus statt. Weitere Informationen unter www.hanseglobe.de.


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Fachkräftemangel in Norddeutschland

Die Situation in verschärft sich 

Die Metall- und Elektroindustrie in Norddeutschland schlägt Alarm: Die Arbeitslosigkeit in fertigungstechnischen Berufen steigt deutlich, gleichzeitig wächst die Zahl offener Stellen. „Wir haben ein massives Passungsproblem: Arbeitssuchende finden nicht die Stellen, die sie suchen – und Unternehmen nicht die Fachkräfte, die sie brauchen“, sagt Thomas Küll, Mitglied der Geschäftsleitung der Arbeitgeberverbände NORDMETALL und AGV NORD. In Hamburg sind 3.386 Personen in fertigungstechnischen Berufen arbeitslos gemeldet (+11,9 Prozent), bei 2.164 offenen Stellen. In Niedersachsen stieg die Zahl der Arbeitslosen auf 14.311 (+8,3 Prozent), dem stehen 9.507 offene Stellen gegenüber. In Bremen liegt die Arbeitslosigkeit bei 2.014 Personen (+11,5 Prozent), während 1.231 offene Jobs gemeldet sind. Besonders kritisch ist die Lage in Schleswig-Holstein: Dort sank die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Metall- und Elektrobranche binnen Jahresfrist um 2.200 Stellen (–2,6 Prozent). „Das ist ein deutliches Alarmsignal“, warnt Küll. Der Verband fordert daher praxisnahe Berufsorientierung, gute Mobilität in der Fläche sowie eine schlanke Fachkräfteeinwanderung. „Wir brauchen weniger Bürokratie und ein unkompliziertes Matching-System. Nur so bleibt der Norden wettbewerbsfähig.“


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