Effektiver Materialfluss trägt entscheidend zu reibungslosen Produktionsprozessen und damit auch zur Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens bei. 

Eine Anpassung sämtlicher intralogistischer Abläufe sollte dabei jederzeit möglich sein, denn optimale Produktion setzt voraus, dass entsprechendes Material dann vorliegt, wenn Bedarf besteht, so Rainer Schulz, Geschäftsführer der sysmat GmbH und Experte für Intralogistik.

An dieser Stelle sichert das Lean Management die Anpassung an die Bestellungen der Kunden. Das Ziel: Vereinfachung der Fertigungsschritte mit effizientem Materialfluss, da nur eine flexible Intralogistik eine effiziente Verarbeitung ermöglicht. Durchlaufzeiten lassen sich so senken und modifizierte Kundenanforderungen uneingeschränkt umsetzen. Mit dem System der Lean Production erfolgt die Anlieferung sowie Weiterleitung von Werkstoffen daher bedarfsgerecht.

Flexibilität als Basis:

Lean Management sorgt für einen optimierten Materialfluss, der sich den individuellen Kundenbedürfnissen anpasst. Zusätzlich sparen Unternehmen Lagerkapazitäten sowie damit verbundene Kosten ein. Benötigtes Material wird nur zur Verfügung gestellt, wenn es auch Verwendung findet. Infolgedessen findet eine angepasste Anfertigung entsprechend der Kundenbestellungen statt. Vorteile liegen dadurch vor allem in einer Umgehung von Über- und Unterproduktion, in der Kosteneinsparung sowie in mehr Flexibilität. Gewonnene Anpassungsfähigkeit darf allerdings nicht die Qualität des eingesetzten Materials beeinträchtigen.

Sowohl bei vermehrten Ausfällen als auch bei Reparaturen fallen ansonsten Kosten an oder es kommt zu einem unnötigen Verbrauch von Ressourcen. Dennoch genügt eine ausschließliche Berücksichtigung der effizienzsteigernden Prinzipien der Lean Production auf methodischer Ebene nicht:

Wer eine Optimierung des innerbetrieblichen Materialflusses vorsieht, muss beim Betriebsmittelbau auf Flexibilität wie auch Langlebigkeit achten.

Wann lohnt sich das Lean Management?

Da keine hohen Lagerkapazitäten mehr erforderlich sind, wirkt sich das Lean Management unmittelbar auf die Bestände aus. So entsteht freie Kapazität für weitere Produktlinien. Benötigtes Material füllt der Lieferant direkt oder aus einem separaten Zentrallager auf. Prinzipien einer Lean Production machen dadurch einen überdurchschnittlichen Unternehmenserfolg möglich. Dabei setzt sie vor allem auf Komplexitätsreduzierungen, bei denen es mit einfachen Mitteln effiziente Lösungen anzustreben gilt. Um die Fertigung zu optimieren, finden die Arbeitsschritte weniger am Fließband, sondern mehr an Montageplätzen statt und Abläufe gestalten sich somit umfangreicher. Dies ermöglicht eine Abschaffung weniger gefragter Produktionslinien sowie eine Erweiterung gängiger Herstellungslinien, um dadurch den Herstellungsprozess zu verbessern. Kosteneinsparungen und Reduzierung von Störungen sind das Ergebnis.

Zusammenspiel von Mensch und Technik

Als komplexer Prozess betrifft der Materialfluss die Lagerhaltung sowie die gesamte Produktion. Ohne den Menschen wäre eine Realisierung des Lean-Gedankens im Rahmen der Intralogistik daher nicht möglich. Nur der Mitarbeiter vor Ort erkennt schließlich unmittelbar, wo Verschwendung herrscht oder wie sich Prozesse noch weiter optimieren lassen. Deshalb sollten Unternehmen bei der Einführung einer schlanken Intralogistik besonders auf die Förderung der Rolle der Mitarbeiter Wert legen.

In der vernetzten Wirtschaft steht die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine deswegen immer mehr im Mittelpunkt – Technik stellt Lösungen bereit, die Unternehmen wie auch Mitarbeiter entlasten. Logistiksysteme und -prozesse gewinnen an Flexibilität, steigern die Produktionseffizienz und sichern Kapazitäten der Arbeitskräfte. Über Schnittstellen zu mehr als 20 Anlagenherstellern verbindet zum Beispiel der grafische Materialflussrechner matCONTROL graphics der sysmat GmbH unterschiedliche Maschinen zur besseren Kommunikation miteinander. Ebenso bildet er dem Anwender den gesamten Materialfluss von beispielsweise Automatiklagern ab.

Dadurch erkennt der Nutzer, wo Fehler auftreten oder wo noch Optimierungspotenzial vorliegt. Je eingespielter das Team, desto bessere Ergebnisse lassen sich erreichen. Dabei glänzt der Mensch vor allem mit Kreativität, Individualität sowie Anpassungsfähigkeit. Technik wiederum zeichnen Genauigkeit, Geschwindigkeit wie auch Ausdauer aus. Wo Menschen moderne Lösungen zur Unterstützung nutzen, entstehen für Unternehmen somit sinnvolle Kooperationen.“

Quelle: sysmat GmbH

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