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Die Lampen des Designers Tobias Grau aus Rellingen (Kreis Pinneberg) sind weltweit gefragt. Nicht nur die Optik muss stimmen, auch der Energieverbrauch.

Das spiegelt sich in der aktuellen Kollektion wider. Das 1987 gegründete Unternehmen mit rund 150 Mitarbeitern ist längst zu einer 100-prozentigen LED-Leuchtenfirma geworden, die unter anderem in Berlin, Hamburg, München und Stuttgart eigene Stores betreibt. Über Energieeffizienz und neueste Trends sprach Jens Neumann mit Firmengründer Tobias Grau.

Die Strompreise in Schleswig-Holstein sind zum Jahreswechsel erneut gestiegen. Wundert Sie das?

Tobias Grau: Von wundern kann ich nicht sprechen. Die Dinge passieren – und zwingen uns einmal mehr zum Stromsparen.

Was tun Sie, um die Kosten für Ihr Unternehmen zu senken?

Tobias GrauTobias Grau: Als Leuchtenfirma, die mit Hightech und Elektronik zu tun hat, sind wir natürlich immer bemüht, Strom zu sparen. Durch unsere effizienten Produkte versuchen wir andere dabei zu unterstützen.

1987 haben Sie den Hauptsitz des Unternehmens nach Rellingen verlegt. War Energiesparen seinerzeit schon ein Thema?

Tobias Grau: Ein sehr wichtiges sogar. Wir haben damals sehr stark auf Photovoltaik gesetzt. Das ist für uns bis heute eine Visitenkarte, eine geistige Aussage – Strom einzusparen und aus natürlichen Ressourcen zu generieren. Auch unsere neue Produktionshalle haben wir gerade mit Photovoltaik ausgestattet. Und wir nutzen BHKW.

Als Designer hatten Sie architektonisch hohe Ansprüche…

Tobias Grau: Stimmt. Für die Architekten Bothe Richter Teherani war das eine Herausforderung. Sie haben die Fotozellen in die Glasscheibe integriert – und so ein ästhetisches Gebäude geschaffen, das gleichzeitig auch Strom produziert. Wenn man Photovoltaik mit der Architektur verbindet, ist das in keiner Weise störend. Ganz anders als beispielsweise eine Windkraftanlage.

Als Lampendesigner ist es Ihr Metier, Räume ins richtige Licht zu setzen: Wie hat sich der Trend zu LED-Leuchten ausgewirkt?

Tobias Grau: Immer wenn neue Technologien entstehen – und das ist in der Leuchten-Industrie eigentlich permanent der Fall – birgt das Chancen, die ein Unternehmen ergreifen kann und auch muss. Als die LED vor rund zehn Jahren auf den Markt kam, haben wir die Technik als Riesenthema angenommen und sind jetzt nach einigen Jahren zu einer 100-prozentigen LED-Leuchtenfirma geworden.

Hat sich denn der Einsatz von LED auch auf den Stromverbrauch Ihrer Firma ausgewirkt?

Tobias Grau: Wir haben damit eine Einsparung von bis 70 Prozent erzielt.

Werden sich Verbraucher und Unternehmen in den kommenden Jahren komplett umstellen müssen?

Tobias Grau: In Fragen des Lichts werden sich die Gewohnheiten ändern. Davon bin ich fest überzeugt. In Zukunft wird Licht sehr viel mobiler werden. Wir haben gerade zwei Leuchten auf den Markt gebracht, die – im weitesten Sinne – kein Kabel mehr brauchen, sondern über einen Akku mehrere Tage betrieben werden können. Das ist allerdings nur möglich, weil die LED-Leuchten so effizient sind.

Hat die Technik dazu geführt, sich jeden Tag neu zu erfinden?

Tobias Grau: Wenn man sich eine Kollektion ausdenkt, spielt die Technik natürlich eine entscheidende Rolle. Eine LED ist ganz anders als eine konventionelle Glüh- oder Halogenbirne. Sie ist klein, verbraucht kaum Strom, geht nicht kaputt, muss also nicht getauscht werden. Durch ihre Form ergeben sich daher ganz andere Möglichkeiten. Ich habe das für meine Arbeit immer als eine große Herausforderung empfunden.

Was kommt nach der LED? Gibt es weitere Möglichkeiten Strom zu sparen, ohne das Licht auszuknipsen…

Tobias Grau: Die LED ist für mich das Leuchtmittel der Gegenwart – und der Zukunft. Sie erfüllt alles, was man für gutes Licht braucht. Der Trend geht stark zur intelligenten Steuerung über Sensoren, über eine Verknüpfung der Leuchten. Vor allem im Bürobereich sind solche Techniken heutzutage gefordert. Und vom Verbraucher gewünscht.

Tobias Grau: Bei größeren Leuchten-Projekten in Büros – und in diesem Bereich arbeiten wir ja zu 50 Prozent – ist es heutzutage längst Standard, dass die Leuchten untereinander verknüpft, an Tageslichtsensoren angeschlossen und mit Bewegungsmeldern ausgestattet sind. Man könnte sagen, die Leuchten kommunizieren miteinander.

Haben Sie mit einer solchen Entwicklung gerechnet?

Tobias Grau: Natürlich nicht. So etwas vorherzusehen, ist unmöglich. Aber vor der Glühbirne gab es ja auch die Gaslaterne. Und als ich mich selbstständig gemacht habe, waren Halogenlampen gerade im Kommen.

 

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