Welcher Versicherungsschutz wichtig ist

Wenn junge Leute ihre Ausbildung oder ihr Studium beginnen, treiben sie vermeintlich wichtigere Dinge um als ausgerechnet Versicherungsfragen.  Da es aber von einem Augenblick zum anderen um existenzgefährdende Risiken gehen kann, die so gravierend sind, dass sie den weiteren Lebensweg bestimmen, ist Zeitschinden nicht ratsam.

Doch welcher Versicherungsschutz ist eigentlich für diese Zielgruppe wichtig?

Unverzichtbar ist eine Privathaftpflichtversicherung, über die jeder Erwachsene verfügen sollte, denn das Bürgerliche Gesetzbuch zwingt jeden Verursacher eines Schadens, den er einem Dritten zugefügt hat, zu ersetzen – in unbegrenzter Höhe. Lässt sich der versehentlich entstandene Rotweinfleck auf dem WG-Sofa finanziell vielleicht noch verkraften, selbst wenn es neu beschafft werden muss, so sind gesundheitliche Folgeschäden, die ein Mensch womöglich lebenslang davonträgt, weil ein anderer unaufmerksam die Straße überquert hat, aus eigener Kraft nicht zu stemmen. Hier kommt die Privathaftpflichtversicherung ins Spiel. Sie prüft zunächst alle Ansprüche und begleicht die Schadensumme. Das geht manchmal in Millionenbeträge.
Azubis, die ihre erste Ausbildung machen, sind in der Regel über die Haftpflichtversicherung ihrer Eltern mitversichert, allerdings meist nur bis zu ihrem 25. Lebensjahr. Danach benötigen sie eine eigene Police. Das gilt auch für Studenten.

Eine Auslandsreisekrankenversicherung für Azubis ebenso wie für Studenten zu den besonders empfohlenen Versicherungen.Auch wenn das eigene Berufsleben im Studium noch in weite Ferne gerückt zu sein scheint oder die Ausbildung gerade erst begonnen hat, sind sich Experten einig, dass die Absicherung der eigenen Arbeitskraft gegen dauerhaft krankheits- oder berufsbedingte Arbeitsunfähigkeit auch schon für junge Erwachsene durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung  wichtig ist. Je jünger der Versicherte, desto geringer ist die Gefahr, dass die Versicherung aufgrund von gravierenden Vorerkrankungen nicht abgeschlossen werden kann und desto geringer sind die Beiträge. Wichtig zu wissen: Unterschiedliche Berufe gehören zu unterschiedlichen Risikoklassen, d. h. ein Maurer wird höhere Beiträge zahlen als eine IT-Spezialistin.

Anders als diese beiden Privatversicherungen ist die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) für Azubis verpflichtend. Unterschiede gibt es von Krankenkasse zu Krankenkasse allerdings bei einigen Leistungsmerkmalen. Wer Risiken, die die GKV generell nicht abdeckt (z. B. Leistungen für Zahnersatz oder Sehhilfen), kann in der Privaten Krankenversicherung Leistungsbausteine seiner Wahl privat ergänzen.

Gleiches gilt für diejenigen, die Urlaubsreisen oder Exkursionen ins Ausland unternehmen. Da die GKV für die wenigsten ärztlichen und medizinischen Leistungen im Ausland aufkommt und Rettungsflüge aus dem Ausland generell nicht übernimmt, gehört eine Auslandsreisekrankenversicherung für Azubis ebenso wie für Studenten zu den besonders empfohlenen Versicherungen.

Am Arbeitsplatz bzw. auf dem Weg dorthin bzw. von dort stehen Azubis unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Unangenehme Überraschungen gibt es bei Leistungsfragen allerdings immer wieder, wenn der Arbeitsweg unterbrochen wurde: Wer auf dem Nachhauseweg schnell noch ein Brot kauft und danach verunglückt, steht nicht mehr unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Private Unfallversicherungen bieten dagegen rund um die Uhr, bei der Arbeit, in der Freizeit und weltweit Versicherungsschutz gegen Unfälle jeder Art.

Der Hausratversicherung dürfte für die meisten Azubis und Studenten eine weniger wichtige Rolle zukommen. Sie sind in diesem Bereich entweder über die Hausratpolicen ihrer Eltern versichert, sofern sie noch bei ihnen wohnen bzw. nur kurzfristig ausgezogen sind.

Wer als Azubi oder Student im WG-Zimmer oder mit separater Wohnung allerdings über hochwertige Fahrräder, Laptops oder elektronische Kommunikationsmittel verfügt, sollte auch die Versicherung seines Hausrates in Betracht ziehen. Dann ist er z. B. gegen Diebstahl versichert.

„Als Faustformel, was versichert werden sollte, könnte man festhalten: Je größer die finanziellen Risiken sind, die Menschen im Schadenfall schultern müssen, desto wichtiger ist der jeweilige Versicherungsschutz. Versichern bedeutet, Risiken abzuwehren, damit ein Schadenfall nicht zum persönlichen Fiasko auswächst“, erklärt Oliver Frohnert, Produktmanager bei der HanseMerkur in Hamburg. 

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