meisterprüfung

Rückkehr zur Meisterpflicht befürwortet - Kürzlich hat sich der Bundesrat dafür ausgesprochen, für die Ausübung eines selbstständigen Handwerks wieder den Meisterbrief zur Bedingung zu machen.

Begründet wird dies auch damit, dass die Ausbildungsleistung infolge der Liberalisierung des Handwerks vor 15 Jahren gelitten hat. Damals war in zahlreichen Handwerksberufen (u. a. Fliesenleger) die Meisterpflicht abgeschafft worden. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels will die Politik dem Meisterbrief, der zur Ausbildung berechtigt, nun wieder mehr Bedeutung beimessen.

Eine Befragung der Creditreform Wirtschaftsforschung zeigt nun, dass diese Pläne von den Handwerksbetrieben weitgehend positiv aufgenommen werden. 80,6 Prozent der Befragten sehen in diesem Falle positive Effekte für die Qualität der Handwerksleistungen. Immerhin 72,3 Prozent der befragten Betriebe meinen, dass dieser Schritt positiv für die Nachwuchsgewinnung sein wird.

Insgesamt würde die wirtschaftliche Situation Creditreform der Handwerksbetriebe in Deutschland von einer Rückkehr zur Meisterpflicht profitieren, so die Meinung von 71,9 Prozent der Befragten. Auch in den derzeit zulassungsfreien Handwerken ist die Mehrzahl der Befragten für eine Rückkehr zur Meisterpflicht.

Die Befragungsergebnisse zeigen zudem, dass in den zulassungspflichtigen Handwerken (Meisterpflicht) tatsächlich mehr ausgebildet wird. Der Anteil der zurzeit ausbildenden Betriebe liegt etwa doppelt so hoch. Am höchsten ist der Anteil der ausbildenden Betriebe im Kfz-Gewerbe, am niedrigsten im Handwerk für personenbezogene Dienstleistungen. Hauptgründe für die Nichtausbildung im Handwerk sind fehlende Bewerber (39,5 Prozent), gefolgt von schlechten Erfahrungen mit Lehrlingen in der Vergangenheit (20,6 Prozent).

15,1 Prozent der befragten Betriebe sehen derzeit keine Notwendigkeit für Auszubildende und 21,5 Prozent der Befragten besitzen keine Ausbildungsberechtigung. Unter dem Mangel an Ausbildungsbewerbern haben überdurchschnittlich oft Bauhauptgewerbe, Nahrungsmittelgewerbe und Metallgewerbe zu leiden.

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