Wirtschaft in der Hansestadt fordert klares Signal für mehr Wachstum und Beschäftigung

Die Jahresveranstaltung „Konjunkturperspektiven 2020“ von UVNord und IVH zur konjunkturellen Entwicklung der norddeutschen Wirtschaft im kommenden Jahr fand heute in Hamburg statt mit Vorträgen von Prof. Dr. Henning Vöpel, Direktor Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut (HWWI), und Dr. Hermann-Josef Hansen, Leiter der Abtei-lung Konjunktur und Wachstum im Zentralbereich Volkswirtschaft der Deutschen Bundesbank.

UVNord Präsident Uli WachholtzUVNord-Präsident Uli Wachholtz (UVNord) erläuterte in seiner Begrüßung:  „Der lange Aufschwung geht zu Ende, die Konjunktur bricht bundesweit ein, die großen Leitbranchen – auch in der Hansestadt – wie die Metall- und Elektroindustrie zeigen deutlich auf, dass die Talfahrt begonnen hat. In unseren Unternehmen zählen seit einiger Zeit zum Tagesgeschäft wieder Auftragsrückgänge, unausgelastete Kapazitäten sowie das Thema Kurzarbeit. Die Parteien und Politik haben leider noch nicht nachhaltig zur Kennt­nis genommen, dass der Aufschwung endet. Es muss jetzt um Vorschläge gehen, die mehr Wachstum schaffen und Arbeitsplätze sichern und nicht um Vorschläge der weiteren Umverteilung. Wir brauchen Investitionen in die digitale und analoge Infra­struktur. So muss dem Hammerbrooklyn Digital Campus zügig Leben eingehaucht werden und auch der rechtzeitige Ersatzbau der Köhlbrandbrücke und die zügige Realisierung der Hafenquerspange sind für den Wirtschaftsstandort lebensnotwendig. Es bedarf nicht mehr Regulierungen und Beschränkungen. Wir müssen vielmehr Investitionsbremsen in Genehmigungsverfahren lockern! Investitionen in die Zukunft erfordern Verlässlichkeit – daran müssen wir wieder arbeiten.“

Prof. Dr. Henning Vöpel, Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI)Prof. Dr. Henning Vöpel, Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI), betonte in seinem Expertenvortrag:  „Nach einem Jahrzehnt robusten Aufschwungs steht die deutsche Wirtschaft vor einer womöglich längeren Abschwächung der konjunkturellen Dynamik. Die Industrie befindet sich sogar schon seit einiger Zeit in der Rezession. Die geopolitischen Risiken und Handelskonflikte haben auf die Exportwirtschaft durchgeschlagen. Gerade die nord-deutsche Wirtschaft muss angesichts des bevorstehenden doppelten Strukturwandels – Digitalisierung und Dekarbonisierung – das Potenzialwachstum durch eine gezielte Standort- und Infrastrukturpolitik stärken. Die Transformation findet derzeit nicht in dem erforderlichen Tempo statt. Es herrscht eine gefährliche Vermögensillusion, die das Ausmaß des Strukturwandels unterschätzt.“

Matthias Boxberger, Vorsitzender des Vorstandes des Industrieverbands Hamburg (IVH)Matthias Boxberger, Vorsitzender des Vorstandes des Industrieverbands Hamburg (IVH): „Angesichts einer insgesamt abgeschwächten Konjunktur braucht die Industrie Möglichkeiten, Investitionen, Innovationen und nachhaltiges Wachstum besser voranzubringen. Nur so kann es gelingen, unsere Klimaschutz-Ambitionen bei Erhalt und Ausbau der 120.000 Industrie-Arbeitsplätze in Hamburg umzusetzen. Jetzt ist die Politik mehr denn je gefordert, wichtige Aufgaben endlich voranzubringen, um unsere Industrie wetterfest zu machen. Dazu zählt: Genehmigungsverfahren vereinfachen und beschleunigen sowie nationale Abgaben für heimischen grünen Strom – staatlich induzierte Strompreisbestandteile – so zu reduzieren, dass Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben. Die norddeutschen Bundesländer müssen zudem die mit der Energiewende einhergehenden Chancen besser nutzen, wie es die OECD-Studie zur Metropolregion Hamburg vom 23.09.2019 nahelegt.“

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