Im vierten Quartal 2018 hat sich die Stimmung der Wirtschaft in Schleswig-Holstein insgesamt leicht verschlechtert.

Das zeigt der Konjunkturklimaindex der IHK Schleswig-Holstein: Er sank im Quartalsvergleich um rund 3,5 auf 116,9 Punkte. Damit liegt er auf der Höhe seines mehrjährigen Mittels. Die Indexskala reicht von 0 bis 200 Punkten.

Die Antworten aus den Unternehmen zur aktuellen wirtschaftlichen Lage vermitteln noch ein weiterhin erfreuliches Bild. Es gab sogar leichte Verbesserungen im Vergleich zum Vorquartal: 48,4 Prozent der Befragten bezeichneten ihre derzeitige Situation als gut, 43,8 Prozent als befriedigend und 7,8 Prozent als schlecht (Vorquartal: 44,8 Prozent; 45,0 Prozent; 10,2 Prozent). „Auch wenn allseits die Prognosen zum wirtschaftlichen Wachstum zurückgenommen wurden, die Geschäfte liefen für viele Unternehmen in unserem Bundesland gut. Damit präsentiert sich die gegenwärtige Lage im vierten Quartal anhaltend robust“, fasst Friederike C. Kühn, Präsidentin der IHK Schleswig-Holstein, zusammen.

Das spiegelt sich auch in den Rückmeldungen aus den einzelnen Branchen wider: Viele Industrieunternehmen sprachen von einer guten Lage. Das Baugewerbe konnte den weiterhin sehr hohen Auftragsbestand etwas reduzieren. Durch Umsatz- und Ertragssteigerungen bewerteten die Unternehmen im Großhandel ihre Geschäftslage insgesamt besser. Das Verkehrsgewerbe berichtete mehrheitlich von erhöhten Preisen für Beförderung und Logistik. Die Geschäftslage im Einzelhandel hat sich allerdings negativ entwickelt. Auf einem überdurchschnittlichen Niveau bewegten sich hingegen die Einschätzungen bei den unternehmensnahen und personenbezogenen Dienstleistungen.

„Risiken für die künftige wirtschaftliche Entwicklung sahen die Unternehmen nach wie vor im Fachkräftemangel“, erläutert Präsidentin Kühn. Jedoch hat sich diese Einschätzung nicht weiter verschlechtert. Die Bewertung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen als Risikofaktor zog gerade im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich an. Hierunter fallen die Unsicherheiten im außenwirtschaftlichen Umfeld und auch die Diesel-Problematik.

Im Vergleich zu den Ergebnissen des dritten Quartals 2018 trübten sich die Geschäftserwartungen ein: Nur 15,1 Prozent der Antwortenden rechneten mit einer günstigeren, 67,0 Prozent mit einer befriedigenden und 17,9 Prozent mit einer ungünstigeren Geschäftsentwicklung (Vorquartal: 22,1 Prozent; 63,6 Prozent; 14,1 Prozent). „Erstmals seit Ende 2016 überwogen damit die negativen Erwartungen. Wie damals könnte sich diese Einschätzung aber recht schnell wieder drehen, denn viele Unternehmen planen weiter mit steigenden Beschäftigtenzahlen und Investitionen“, so Kühn. Im abgelaufenen vierten Quartal rechneten 11,9 Prozent der Unternehmen mit einer schwächeren Exportentwicklung (Vorquartal: 17,0 Prozent), während der Anteil mit steigenden Exporterwartungen bei 31,3 Prozent lag (Vorquartal: 35,6 Prozent).

 

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