Die Geschichte der ehemaligen innerdeutschen Grenze in der Metropolregion Hamburg wird in einem Projekt erstmals zusammenhängend erzählt.

Die Grenzmuseen aus der Region vernetzen sich und machen sich auf den Weg, die Geschichte der deutschen Teilung gemeinsam zu erzählen. 2019 jährt sich der Mauerfall zum 30. Mal. Die Zeitzeugen dieser deutsch-deutschen Geschichte werden weniger. Es bleibt eine große Aufgabe, das geschichtliche Wissen den folgenden Generationen attraktiv und zeitgerecht zu vermitteln. Das Leitprojekt „Grenzgeschichte(n)“ der Metropolregion Hamburg setzt genau hier an. Wissenschaftlich begleitet wird ein Konzept für eine gemeinsame Erinnerungslandschaft erarbeitet, mit der an die Geschichte der deutschen Teilung erinnert wird.

Partner des Leitprojektes Grenzgeschichte(n) machten sich erstmals gemeinsam auf den Weg in das Museum Friedland und in das Grenzlandmuseum Eichsfeld. Mit dabei sind Vertreterinnen und Vertreter aus Grenzmuseen und -dokumentationsstätten sowie der teilnehmenden Landkreise und Institutionen. Ihr erster Schritt ist es, ein Netzwerk zu schaffen, das dem gegenseitigen und engen Austausch der einzelnen Einrichtungen dient. Die Exkursion bildet den Auftakt zu einer Workshopreihe innerhalb des Projektes, in der konkrete Maßnahmen zur Weiterbildung und Professionalisierung der Haupt- und Ehrenamtlichen zum Beispiel in der Museumsgestaltung, dem Medieneinsatz sowie der Vermittlungsarbeit angeboten werden.

Das Institut für Didaktik der Demokratie der Leibniz Universität Hannover begleitet den Prozess und wird im Rahmen des 24-monatigen Projektes eine Bestandsaufnahme der Erinnerungsorte und Grenzmuseen durchführen und Handlungsempfehlungen erarbeiten. Das Projekt zielt auf die Etablierung einer dauerhaften und attraktiven Erinnerungsarbeit und -vermittlung in der Metropolregion, die in doppelter Hinsicht wirken soll: Es stärkt das Profil der einzelnen Standorte durch gezielte Schwerpunktsetzungen. Durch die Vernetzung der Einrichtungen wird die Reichweite und Strahlkraft der Erinnerungsarbeit zur Geschichte der deutschen Teilung erhöht. Im Fokus steht die Steigerung der Bekanntheit und Attraktivität für Zielgruppen wie Schulen, Bildungseinrichtungen und Touristen.

Die Metropolregion Hamburg fördert das Projekt mit 504.000 Euro. Projetträger ist der Landkreis Lüchow-Dannenberg mit dem größten Anteil an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Diese erstreckte sich entlang der Elbe, durch den Schaalsee sowie an den Ufern der Untertrave und der Pötenitzer Wiek; im südlichen Bereich verlief sie im Binnenland. www.metropolregion.hamburg.de/grenzgeschichten

 

Weitere Beiträge

  • Das Münzhaus – ein historischer Schatz Zeit für eine neue Geschichte An der Münze erstrahlt das denkmalgeschützte historische Münzhaus in neuem Glanz. Das Gebäude, dessen Ursprünge auf die Jahre 1...

Überblick

Anzeige:



Nordwirtschaft - Metropolregion Hamburg

bündelt die Kompetenzen der  Wirtschaftsakteure Norddeutschlands!
Die Website von NORD WIRTSCHAFT ist DIE digitale Informationsplattform von NORD WIRTSCHAFT Unabhängige Wirtschaftszeitung für die Metropolregion Hamburg. Mehr...

Newsletter

News der Nord Wirtschaft für Ihr Postfach

Ich stimme den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung zu
Vielen Dank.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok