CAPTA-Konferenz in der NORDAKADEMIE präsentiert Forschungsergebnisse

Stephanie Schoss, Universität St. Gallen, und Prof. Dr. David Scheffer, NORDAKADEMIE, und Mitgründer des CAPTA InstitutsViele Personalverantwortliche stellen sich die Frage: Wie finde ich den Bewerber, der wirklich auf die Stelle im Unternehmen passt? Geeignete Mitarbeitende zu finden, ist schwierig. Selbst persönliche Bewerbungsgespräche sind oft wenig aufschlussreich. Bei der Suche nach den richtigen Arbeitskräften könnte Künstliche Intelligenz eine wertvolle Unterstützung sein. „Durch einen Algorithmus bekommt man eine weitere Meinung zum Bewerber“, sagt Prof. Dr. David Scheffer, Leiter des Studiengangs Wirtschaftspsychologie an der NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft und Experte für „computergestützte Textanalyse“. In Zusammenarbeit mit  Wirtschaftswissenschaftlerin Stephanie Schoss vom Institut für Persönlichkeitsorientiertes Management (IPM) hat er einen solchen Algorithmus entwickelt.

Die Anwendung heißt „Person-Job-Fit“ heißt die Anwendung, die Personalern das Leben erleichtern könnte. Wer passt am besten auf die Position? Die Antwort ist bei Stephanie Schoss das „Ergebnis der automatisierten Analyse eines individuellen Ressourcenprofils mit 24 Ausprägungen“. So könne man zum Beispiel ein Bewerbungsgespräch – also einen gesprochenen Text – aufnehmen und anschließend durch den Algorithmus auswerten lassen. Schoss, die an der Universität in St. Gallen sowie an der NORDAKADEMIE lehrt, sagt: „Es ist erstaunlich, wie wenig Text man für eine Analyse benötigt.“ Quasi in Echtzeit erstellt das Programm ein Profil mit 24 Dimensionen, das die Person charakterisieren. Dazu gehören Motive wie Leistung, Macht, Beziehung oder auch Grundbedürfnisse wie Durchsetzung, Integration, Sicherheit, aber auch die Orientierung in der Zeit: Zukunfts-, Gegenwarts- oder Vergangenheitsorientierung. Die Analyse von impliziten Verhaltensweisen, also solche, die uns gar nicht bewusst sind, könne Personaler dabei unterstützen, den richtigen Bewerber auszusuchen. Gleichzeitig könne sie einem Arbeitssuchenden helfen, den Job zu ergreifen, der wirklich zu ihm passt, sagt Schoss.

 

Namhafte Experten treffen sich in der NORDAKADEMIE Graduate School im Dockland

Führende Experten aus den Bereichen Informatik, Ökonomie, Marketing, Psychologie und Management trafen sich im Hamburger Dockland, der Hamburger Zweigstelle er NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft, auf der CAPTA Konferenz, um aktuelle Projekte und Forschungsstände vorzutragen und zu vernetzen. „Wir wollen führende Forscher und Experten an der NORDAKADEMIE zusammenbringen und den Austausch untereinander fördern“, sagt Scheffer. Als Mitgründer des CAPTA Instituts für Computer Aided Text Analysis hatte Prof. Scheffer die CAPTA Konferenz erstmals ins Leben gerufen. Mit dabei war auch der renommierte Ökonom Prof. Dr. Thomas Straubhaar sowie Chris Biemann (Uni Hamburg) und Dirk Johannßen (NORDAKADEMIE), die unter anderem die Bedeutung der Transparenz hervorhoben. „Was wir nicht verstehen, bereitet uns Angst – das ist auch bei Künstlicher Intelligenz der Fall“, sagte Johannßen. „Daher ist es unsere Aufgabe, Künstliche Intelligenz so verständlich, greifbar und nachvollziehbar wie möglich zu machen.“

 

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