Mit einem gewaltigen Sprung haben die Itzehoer Versicherungen im vergangenen Jahr die Hürde von einer halben Milliarde Euro Beitragsvolumen genommen.

Das eigene starke Wachstum, das wieder fast dreimal so hoch ausfiel wie im Branchendurchschnitt, wurde zusätzlich beflügelt durch die Integration der ehemaligen Rechtsschutzsparte der ALTE LEIPZIGER mit rund 300.000 Verträgen und gut 60 Millionen Euro Jahresbeitragsvolumen.

Der Versicherungsbestand der Itzehoer wächst unaufhörlich weiter. Im Jahr 2018 stieg die Anzahl der Wagnisse von 2.514.907 auf  2.952166. Die gebuchten Brutto-Beiträge stiegen im Konzern – statt ursprünglich erwarteter 18,9 Prozent – um 19,6 Prozent  auf 550,7 Millionen  Euro (Vj. 460,5 Millionen  Euro), daraus entstammten sechs Prozentpunkte aus organischem Geschäft. Das natürliche Wachstum der Itzehoer war damit fast dreimal so hoch wie der Marktdurchschnitt von 2,1 Prozent. „Das herausragende Ereignis im Jahr 2018 war die erfolgreiche Übernahme und Integration des neuen Rechtsschutzbestandes“, berichtet Uwe Ludka, Vorstandsvorsitzender der Itzehoer Versicherungen.  „Das Rechtsschutzgeschäft bildet nun mit knapp 350.000 Verträgen neben der Kfz-Versicherung das zweite bedeutende Standbein der Itzehoer. Umso erfreulicher ist für uns, dass es uns bereits gelungen ist, den Bestand zu stabilisieren und die Ertragssituation bis hin zum Erreichen der Gewinnzone zu verbessern.“

Auf organischer Seite war 2018 einmal mehr die Schaden- und Unfallversicherung, der Haupt-Wachstumstreiber, allen voran die Kraftfahrzeugsparte. Die Zahl der Kfz-Risiken haben die Itzehoer über alle drei Vertriebswege des Versicherungskonzerns – das Vertrauensleute-Netz im Norden, den bundesweiten Makler-Vertrieb sowie die Direktversicherungstochter AdmiralDirekt.de – von 871.555 auf 921.489 gesteigert. In der Lebensversicherung konnten die Itzehoer Versicherungen im schwierigen, vom Niedrigzinsumfeld geprägten Markt ihr Brutto-Beitragsvolumen bei 49,3 Millionen  Euro (Vj. 49,3 Millionen  Euro) stabilisieren.

Die erfreuliche Schadensituation sowie das Kapitalanlageergebnis von 18,5 Millionen  Euro (Vj. 16,2 Millionen  Euro ) nutzten die Itzehoer Versicherungen, um ihrer Schwankungsrückstellung 26,9 Millionen  Euro (im Vorjahr Entnahme von 9,8 Millionen  Euro) zuzuführen. Der Jahresüberschuss von 6,4 Millionen  Euro (Vj. 15,2 Millionen  Euro) wurde dem Eigenkapital hinzugefügt. „Wir setzen damit als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit konsequent auf wirtschaftliche Solidität im Interesse unserer Mitglieder“, so Uwe Ludka. Ein weiterer Ausdruck der finanziellen Stärke sind die Solvabilitätswerte, denen zufolge die Gesamtheit aller Risiken der Itzehoer in etwa dreifacher Höhe bedeckt ist. „Die Itzehoer ist finanziell kerngesund und  bietet ihren Versicherten ein Höchstmaß an Sicherheit und Verlässlichkeit“, so Uwe Ludka.

Die erfolgreiche Entwicklung ließ die Mitarbeiterzahl des größten unabhängigen Versicherers Schleswig-Holsteins 2018 im Konzern von 695 auf 801 steigen. Deshalb wurden die Planungen für einen sechsgeschossigen Anbau auf der Südseite der Hauptverwaltung in Itzehoe mit Platz für bis zu 200 Mitarbeiter weiter vorangetrieben. Bis Jahresende sollen die Pläne fertig sein, so dass spätestens bis Mitte 2019 die Bauanträge gestellt werden sollen. Der Baubeginn ist für das 2. Quartal 2020 vorgesehen, die Fertigstellung bis Anfang 2022. Das Investitionsvolumen wird weiterhin mit rund 25 Millionen  Euro veranschlagt. Zur Überbrückung der akuten Raumnot wurden am Vossbarg in Itzehoe zusätzliche Räume angemietet, in die gut zwei Dutzend Beschäftigte ausquartiert wurden.

„2019 wollen wir erneut um 4,6 Prozent wachsen“, kündigt Itzehoer Vorstandsvorsitzender Uwe Ludka an. Das Jahr sei bereits erfolgreich gestartet, so stieg u. a. allein im Januar die Zahl der Kfz-Haftpflichtrisiken um 24.210 auf 945.704. Aufgrund ähnlicher Voraussetzungen wie 2018 wird erneut ein Jahresüberschuss von ca. sechs  Millionen Euro erwartet. Als eine Forderung an die Politik setzen sich die Itzehoer Versicherungen für eine zügige Klärung der Haftpflichtsituation moderner selbstfahrender Fortbewegungsmittel wie e-Scooter ein.

 

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