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Deutschlands größte CO2-freie Heizung: Aurubis beheizt Hamburger HafenCity Ost

Christian Hein und Ulf Gehrckens (beide Aurubis AG) nahmen vom Vorsitzenden des VCI Nord Detlev Wösten (rechts) den Responsible Care Preis des Verbandes entgegen.Die weltweite Responsible Care Initiative ist in Deutschland Teil der Nachhaltigkeitsinitiative Chemie und steht für den Willen der chemischen Industrie, ihre Leistungen zum Schutz der Gesundheit und der Umwelt zu optimieren und zwar freiwillig und über die gesetzlichen Vorgaben hinaus.

Einmal jährlich können sich Unternehmen mit besonderen Projekten im Rahmen der Initiative um den Responsible Care-Preis des VCI Nord bewerben. Der diesjährige Wettbewerb stand unter dem Motto „Unser Beitrag zur Nachhaltigkeit in der Lieferkette“.

Den 1. Preis hat nunmehr die Aurubis AG aus Hamburg für ihr Projekt „Industriewärme“  im Responsible Care-Wettbewerb des Verbands der Chemischen Industrie Landesverband Nord (VCI Nord) erhalten.  Aurubis versorgt die östliche Hamburger HafenCity fast vollständig mit CO2-freier Industriewärme. Durch das Projekt werden jährlich 20.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart. Das entspricht den Emissionen von rund 10.000 Mittelklasse-PKW mit einer zurückgelegten Strecke von 12.000 Kilometern.

Möglich werden diese Einsparungen durch eine große Menge Industriewärme, die in einem von Aurubis‘ Kerngeschäftsfeldern, der Kupferraffination, entsteht. In aufwendigen Prozessen stellt das Unternehmen aus Kupferkonzentrat und Recyclingmaterialien reines Kupfer her. In einem Nebenprozess wird der Schwefel, der im Kupferkonzentrat enthalten ist, zu Schwefelsäure weiterverarbeitet. In diesem Prozess setzt eine exotherme chemische Reaktion Wärme frei. „Diese Industriewärme ist nahezu frei von CO2 und eignet sich deshalb hervorragend als urbane Wärmequelle für eine nachhaltige Energieversorgung,“ erklärt Ulf Gehrckens, Senior Vice President Corporate Energy & Climate Affairs bei dem Multimetall-Produzenten Aurubis.

Damit die HafenCity Ost diese urbane Wärmequelle nutzen kann, hat Aurubis auf seinem Werksgelände massiv umgebaut und den Produktionsprozess angepasst. Ab der Werksgrenze übernimmt der Energiedienstleister enercity die Wärme und versorgt damit die östliche Hamburger HafenCity. Hierfür haben beide Unternehmen eine 3,7 km lange Transportleitung bis zur Hamburger HafenCity verlegen lassen. Rund 25 Prozent der ausgekoppelten Industriewärme nutzt Aurubis intern und steigert damit die Energieeffizienz im Werk Hamburg noch weiter.

Die nutzbar gemachte Industriewärme entspricht 160 Millionen Kilowattstunden Wärme jährlich. Diese Menge kann 8.000 Vierpersonenhaushalte versorgen sowie rund 20.000 Tonnen CO2 und 12 Millionen Kubikmeter Kühlwasser einsparen. „Nach Schätzungen der Deutschen Energieagentur beläuft sich das jährliche Energieeinsparpotential in Deutschland durch Nutzung von Industriewärme auf 37 Millionen Tonnen CO2 und fünf Milliarden Euro Energiekosten. Leider werden die CO2-Einsparungen in privaten Haushalten, die Unternehmen mit einem solchen Projekt erzielen, nur zu einem sehr geringen Teil im Rahmen des Zertifikatehandels anerkannt. Würde man dies in das System integrieren, wäre die Realisation von Projekten dieser Art für Industrieunternehmen deutlich interessanter – und das große Potenzial in Hamburg und in anderen deutschen Städten könnte schneller gehoben werden“, ist Gehrckens überzeugt.

Die Responsible Care-Jury um Detlev Wösten (VCI Nord Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer der H&R GmbH & Co. KGaA), Prof. Dr. Christian Busse (Professor für Nachhaltige Produktionswirtschaft an der Universität Oldenburg) und Gerald Proß (Sekretär der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie Landesbezirk Nord) zeigte sich beeindruckt vom Engagement des Unternehmens: „Aurubis hat zur Wärmeversorgung der HafenCity Ost eine sehr nachhaltige Lieferkette aufgebaut, die sich durch eine transparente Herkunft und CO2-Neutralität auszeichnet.“

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