Umwelt- und Energiesenator Jens Kerstan übernimmt Schirmherrschaft

15 große Hamburger Industrieunternehmen haben vereinbart, gemeinsam eine CO2-Reduktion von jährlich 75.000 Tonnen zu erzielen – das entspricht 335.000 MWh Energieverbrauch. Die angestrebte Effizienz resultiert aus Investitionen in die Anlagentechnik sowie der Optimierung von Prozessen. Die Unternehmer setzen damit ihr freiwilliges Engagement für den Klimaschutz in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Senat erfolgreich fort. Die Laufzeit des Netzwerks ist für drei Jahre vorgesehen.

Foto: IVH-Vorsitzender Matthias Boxberger (mitte), Senator Jens Kerstan (2.v.l.), Präses der Behörde für Umwelt und Energie; Stefan Kühnbach (l.), Sales Director Indaver Deutschland (AVG Hamburg), Mario Spitzmüller (IVH, Netzwerke-Moderator) mit Teilnehmern des neuen Industrie-Netzwerks beim Pressetermin bei Indaver Deutschland (AVG Hamburg) „Mit dem Klimaplan hat sich die Stadt Hamburg das Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen bis 2030 gegenüber 1990 zu halbieren. Der Industrie fällt eine Schlüsselrolle zu, wenn es darum geht, konkret und zeitnah messbare Maßnahmen für eine CO2-Minderung in beträchtlicher Größenordnung zu erreichen. Hamburg ist ein wichtiger Industriestandort,“ so der Umweltsenator in Hamburg Jens Kerstan. Und weiter „Der CO2-Ausstoß der Industrie trägt mit knapp 30 Prozent zum Gesamtausstoß der Stadt bei. Hier liegt ein großes Einsparpotenzial – sowohl für das Klima als auch monetär für die Unternehmen. Ich freue mich, dass mit dem neuen Energieeffizienz-Netzwerk das Engagement aus der Freiwilligen Selbstverpflichtung der Industrie von 2007-2018 gegenüber dem Senat weitergeführt wird.“

 Matthias Boxberger, Vorsitzender des Industrieverband Hamburg (IVH), betont: „Die Industrie bekennt sich klar zum Umwelt- und Klimaschutz und setzt konkrete Zeichen für Technik basierten Klimaschutz. Dass die Politik dieses freiwillige Engagement der Industrie würdigt, ist eine besondere Motivation für die Unternehmer. Damit gehen Politik und Industrie in Hamburg gemeinsam einen erfolgreichen Weg für die Zukunft unseres Industriestandorts und für unsere Umwelt. Die bisher vom IVH organisierten drei Energieeffizienz-Netzwerke erzielen zusammen eine Energieeinsparung von rund 1.100.000 Megawattstunden (MWh); dies entspricht 425.000 Tonnen CO2. Mit der heutigen Vereinbarung kommen weitere Einsparungen hinzu.“      

Das neue Energieeffizienz-Netzwerk, unter Trägerschaft des Industrieverbands Hamburg (IVH), dient besonders dem fachlichen Erfahrungsaustausch, aus dem unter anderem Investitionsentscheidungen resultieren. Dies ist eine besondere Qualität der Netzwerkarbeit. In die Arbeit für den Klimaschutz fließen positive Erfahrungen aus weiteren Kooperationen zwischen Senat und Industrie – zum Beispiel der UmweltPartnerschaft Hamburg – sowie aus den bisherigen drei Energieeffizienz-Netzwerken des IVH ein. 

Im Rahmen dieser Selbstverpflichtung bekennt sich bereits seit 2007 ein Großteil der im neuen Energieeffizienz-Netzwerk beteiligten Firmen zum vorsorgenden und nachhaltigen Klimaschutz als einer Gemeinschaftsaufgabe von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft, die nicht nur ökologischen Interessen dient, sondern auch in erheblichem Umfang Wertschöpfungsprozesse fördert. 

Die 15 Netzwerk-Partner sind zum großen Teil energieintensive Unternehmen aus den Bereichen Grundstoff-, Petrochemie- und Fahrzeugindustrie sowie Energie, Logistik und Forschung.

ADM Hamburg AG

ArcelorMittal Hamburg GmbH

Aurubis AG

Daimler AG Mercedes-Benz Werk Hamburg

Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY

H & R Ölwerke Schindler GmbH

HHLA Hamburger Hafen- und Logistik AG

HOLBORN Europa Raffinerie GmbH

INDAVER Deutschland GmbH (AVG)

Ingredion Germany GmbH

Lufthansa Technik AG

Nynas GmbH (Raffinerie)

Sasol Wax GmbH

TRIMET Aluminium SE

Vattenfall Wärme Hamburg GmbH

 

 

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